Vergütung
Stiftungsstrukturierung
Das Konzeptmandat wird durch unsere Schweizer Gesellschaft Vermögensschutz AG erbracht. Es umfasst die Erarbeitung des Stiftungskonzepts und der Foundation Governance, die Musterrechnung mit Ihren Zahlen, die Beratung zu Vermögensübertragung und Darlehensstruktur sowie die Mitarbeit an den Entwürfen Ihrer Stiftungsdokumente auf Grundlage unserer Musterdokumentation. Die Gesellschaft ist nach Schweizer Recht zur Erbringung von Rechts-, Steuer-, Wirtschafts- und Organisationsberatung befugt und verfügt über eine Berufshaftpflichtversicherung für diese Tätigkeiten. Steuerliche Erläuterungen sind Teil der Konzeptberatung; die verbindliche Beurteilung Ihrer persönlichen Verhältnisse im Wohnsitzland bleibt Ihrem dortigen Steuerberater vorbehalten, den wir auf Wunsch einbeziehen. Neue Konzeptmandate nehmen wir voraussichtlich ab April 2027 an; bis dahin führen wir unverbindliche Orientierungsgespräche.
Die Musterrechnung vergleicht Einrichtung und Betrieb der Stiftung unter Berücksichtigung aller absehbaren kostenmäßigen und steuerlichen Einflussfaktoren bei Gründung, in den ersten Betriebsjahren und generationsübergreifend mit alternativen Gestaltungen, insbesondere mit klassischen Private-Banking-Mandaten.
Das Konzeptmandat wird mit einem festen Pauschalhonorar vergütet, das in der Mandatsvereinbarung vor Beginn festgelegt wird; es umfasst auch unsere Begleitung während der anschließenden Compliance- und Errichtungsphase beim Treuhandunternehmen. Die Vermögensschutz AG nimmt keine Zahlungen entgegen, die über ihr Honorar hinausgehen, und keine Vermögenswerte zur Verwahrung oder Weiterleitung.
Für Sorgfaltsprüfung, Errichtung und Repräsentanz berechnet das von Ihnen gewählte Treuhandunternehmen eine Gründungspauschale zu Rahmenkonditionen, die in der Kooperationsvereinbarung mit der Vermögensschutz Gierhake AG festgelegt sind und Ihnen im Konzeptmandat offengelegt werden.
Wird die Stiftung errichtet und die Vermögensschutz AG zum Protector bestellt, berechnet die Stiftung als Gründungskosten eine einmalige Einrichtungspauschale, deren Höhe in der Foundation Governance Guideline festgelegt ist und auf die das bereits bezahlte Konzepthonorar angerechnet wird.
Stiftungsmanagement
Die Organfunktion des Stiftungsprotectors wird durch unsere schweizerische Gesellschaft Vermögensschutz AG, Rapperswil-Jona, ausgeübt.
Die Vergütung ist im gesamten Bereich des laufenden Stiftungsmanagements so gestaltet, dass es nicht zu schädlichen Interessenkonflikten kommen kann, wie sie in der Finanz- und Treuhandbranche nicht auszuschließen sind. Die Stiftungen sind hinsichtlich der beauftragten Dienstleister (Banken, Vermögensverwalter, Rechtsanwälte, Steuerberater, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen) frei; für den Stiftungsvorstand gilt die in der Urkunde geregelte Amtszeit, die von den vom Stifter bestellten Aufsichtsorganen verlängert oder durch ein anderes kooperierendes Treuhandunternehmen abgelöst werden kann.
Die Vermögensschutz AG nimmt als Protector keine Provisionen, Kommissionen oder „Kickbacks“ von Dritten und lehnt Performance Fees ab, weil sie risikoerhöhende Fehlanreize setzen würden. Auch Stundenhonorare lehnen wir für die Organvergütung ab, weil sie den Fehlanreiz setzen würden, möglichst viel Aufwand auf Kosten der Stiftung zu erzeugen.
Die Organvergütung des Protectors ist in der Stiftungsurkunde und der Foundation Governance Guideline geregelt und wird von der Stiftung getragen. Sie erfolgt als jährliche, vom Stiftungsvermögen abhängige Gebühr („Assets-under-Management-Fee“), die mit zunehmendem Vermögen degressiv gestaffelt ist, und deckt die urkundlichen Aufsichts- und Kontrollaufgaben, die Datenplattform für alle Stiftungsbeteiligten und die jährlichen Gespräche mit der Stifterfamilie ab. Wir legen offen, dass diese Vergütungsform ein Interesse des Protectors an einem wachsenden Stiftungsvermögen begründet; Vorschläge zur Mittelausstattung der Stiftung richten wir deshalb ausschließlich als Organ an den Stiftungsvorstand, und die Beteiligten ziehen dafür ihre eigenen Berater bei. Wird die Bewirtschaftung liquider Vermögen nicht von einem regulierten Vermögensverwalter oder Honorarberater übernommen, sieht die Foundation Governance Guideline einen Zuschlag für die Stiftungsorgane vor.